Nach einer Einführung in die Interviewtechnik führten die Lernenden Gespräche und hielten einzelne davon auch per Video fest.
Die entstandenen Lebensgeschichten wurden anschliessend für eine Broschüre und eine Ausstellung aufbereitet und mit persönlichen Gegenständen, Fotografien und Biografietafeln ergänzt.
Die OrTra SSVs unterstützte das Projekt finanziell. An der Vernissage vom 21. Mai 2026 wurden die entstandenen Arbeiten präsentiert. Im folgenden Kurzinterview erzählt eine Lernende des Martinsheims von ihren Erfahrungen und persönlichen Eindrücken während des Projekts

Interview mit Johanna Erpen
FaGe im 3. Lehrjahr, Martinsheim Visp
Johanna, inwiefern hat dieses Projekt deine Ausbildung bereichert?
Dieses Projekt hat mir gezeigt, dass es früher nicht einfach war zu reisen. Die Möglichkeit zu reisen hatten nicht alle. Ich bewundere, dass Frau M. schon mit 18 Jahren alleine verreiste. Ich bin jetzt 18 und bin noch nie mit Freunden alleine verreist.
Während des Gesprächs wurde mir klar, wie wichtig die Biografie eines Menschen ist. Und welche Freude Frau M. beim Gespräch hatte! Das Interview war sehr interessant. Ich habe gelernt wie man ein Interview vorbereitet und danach führt.
Welchen Rat würdest du zukünftigen Lernenden mit auf den Weg geben?
Ich möchte den Lernenden mit auf den Weg geben, dass sie nicht nur die Arbeit sehen, sondern sich wirklich die Zeit nehmen, mit den Bewohnern ein Gespräch zu führen.
Sie sollten sich genug Zeit einplanen, da man immer wieder vom eigentlichen Thema abschweift. Wichtig ist auch geduldig zu sein, weil Frau M. bei mir ein bisschen nervös war.
Das Interview zeigt eindrücklich, wie viel Lernende und Bewohner in einem solchen Projekt voneinander lernen können – ein schönes Beispiel für die generationenübergreifende Arbeit, wie sie an der Vernissage vom 21. Mai 2026 sichtbar wurde.
Die Broschüre « Von der Alp bis ans Ende der Welt» ist im Erhältlich im Martinsheim in Visp erhältlich.
